Liebe Leserinnen und Leser,
es muss etwas geschehen, das ist allen in diesem Lande klar.
Der Mieterbund fordert massiven Ausbau des Sozialen Wohnungsbaus.
Geld ist ja jetzt da – warum wird nicht gebaut??
Auf die Beantwortung dieser Frage wartet unser Verein, der SSM und seine Sozialberatung seit Jahren, denn bei uns werden die Obdachlosen und die Wohnungssuchenden, die um Hilfe bitten, von Woche zu Woche mehr…
DGB befragt OB-Kandidaten*innen am 10. Juli
Was tun? Wie kann bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden?
aus der Einladung des DGB:
Welche Konzepte gibt es für einen innovativen, nachhaltigen Wohnungsbau?
Und wie verhindern wir, dass Wohnen immer mehr zum Luxusgut wird?
Wir möchten den Oberbürgermeisterkandidierenden die Möglichkeit geben, ihre Visionen und Konzepte zu diesem wichtigen Thema vorzustellen – und sie mit Vertreterinnen und Vertretern von Mieterverein und Gewerkschaften, mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Euch und Ihnen zu diskutieren.
Wann? Donnerstag, 10. Juli 2025, 18:00 Uhr
Wo? Bürgerhaus Stollwerk, Dreikönigenstraße 23, 50678 Köln
https://koeln-bonn.dgb.de/themen/++co++f97f801a-3b91-11f0-853b-b9981c3952dc
Top-Thema Wohnungsbau bei der Kommunalwahl
Kommentar von Rainer Kippe
Die Umfrage des Kölner STADTANZEIGER hat es klar werden lassen:
Bei der Kommunalwahl im September geht es ums Wohnen, genauer gesagt um das Recht der Menschen in dieser Stadt auf eine bezahlbare und menschenwürdige Wohnung.
Dieses Recht haben die regierenden Parteien mit den Füßen getreten, indem sie jeden Versuch der Opposition, den erforderlichen Wohnraum zu schaffen, im Rat abgeblockt haben , teilweise mit der Begründung, man dürfe nicht weiteren Boden versiegeln, teilweise mit der absurden Behauptung, „Köln sei fertig gebaut“, worunter man alles oder nichts verstehen kann…
Dabei hat man vielen Anträgen der Opposition zugestimmt.
So wurde auf Antrag von SPD und DER LINKEN beschlossen, für Genossenschaften und städtische Gesellschaften wieder preisgünstige städtische Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Es wurde bisher aber keine einzige dieser vielen städtischen Flächen bebaut… Am Ende geschah und geschieht nichts.
Es lässt die Regierenden auch kalt, dass immer mehr Menschen in Notunterkünften hausen unter Verlust Ihrer gesamten Habe und ohne Aussicht auf Wohnung; es lässt sie auch kalt, dass immer mehr Menschen wie weiland in Kalkutta ganz auf der Straße leben.
Unsere städtischen Spitzen schaffen es auch, Bettler und Drogenkranke, die immer mehr Straßen und Plätze im Zentrum besetzen, als ein Problem abzutun, das mit allem Möglichen zu tun hat, nur nicht mit dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum …
Das schönste Beispiel für diese Sankt-Florians Politik nach dem alten katholischen Motto: „Du Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an!“ bilden die Forderungen eines so genannten „Presseclubs“, der freilich mit Presse wenig zu tun hat, vielmehr als Interessenvertretung und Sprachrohr der Geschäftsleute in der Innenstadt fungiert.
Dieser Verein hat nicht nur den Polizeipräsidenten und die Ordnungsdezernentin kommen lassen, die sich in der bekannten Manier wechselseitig die Schuld zu schoben und mit treuem Augenaufschlag versicherten, man habe alles menschenmögliche versucht und sei am Ende seines Lateins.
Der Verein hat – schlau wie diese Leute sind -, auch einen Fachmann aus Zürich kommen lassen, der berichtete, wie die Züricher, die schon 1529 die Reformation mit einem öffentlichen Wurstessen zu Beginn der Fastenzeit eingeführt haben und deren Stadt heute als Drehscheibe der Steuerbetrüger gilt, wo die Narkodollars und das Blutgeld der Waffenschieber gewaschen werden, sich das Problem vom Leibe geschafft haben – mit einer Mischung aus echter Hilfe und schmutzigen Tricks, aber jedenfalls mit Erfolg, der auch international Anerkennung gefunden hat, allerdings für Köln nicht infrage kommt, denn der Züricher Weg ist nicht ganz billig, und Köln hat bekanntlich kein Geld, jedenfalls nicht für Drogenabhängige. UND die Züricher Lösung erfordert Wohnungen, und Wohnungen soll es in Köln ja bekanntlich nicht mehr geben – jedenfalls nicht für Arme und Kranke.
So gelesen ist der Verlauf der Veranstaltung des Presseclubs ein Zeugnis der Arroganz unserer Stadtspitzen gegenüber ihren steuerzahlenden Bürgern.
Grüne zum Notstand am Neumarkt
Mit größeren Konsumräumen und weniger Verdrängung wollen die Kölner Grünen den Notstand am Neumarkt beenden
Klagen hilft beim Ausländeramt
Viele Monate müssen Ausländer warten, die beim Ausländeramt einen Termin für ihre Einbürgerung vereinbaren wollen.
Die Sozialberatung beim SSM in der Düsseldorfer Straße 74 hat die Erfahrung gemacht: Klagen hilft!
Termin bei der Sozialberatung völlig unbürokratisch jeden Montag Abend …
Stadt will Mietwucher bekämpfen
Alle Jahre wieder kommt die Ankündigung der Stadt, Mietwucher bekämpfen zu wollen, denn das gehört zu den Aufgaben des Wohnungsamtes.
Es ist nur nicht so einfach …
In den siebziger Jahren war es noch ganz einfach, indem ein ordendlicher Batzen Geld in die Hand genommen wurde.
Aber die Stadt tut heute so, als wären das ein Märchen aus Alice Wunderland.
Kaufpreise bei Häusern steigen
– wie auch anders, wenn nicht gebaut wird …?
Mit den besten Grüßen
Rainer Kippe

